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bei Fräulein Wächterhaus

Schließung des Wächterhauses!

zum 29. März 2019

Stellungnahme zum Artikel der Freien Presse am 30.03.2019 von Steffen Jankowski zur Schließung des Wächterhauses

Herr Steffen Jankowski scheint bei seinem reißerischen Artikel über die Schließung des Wächterhauses und dessen Beweggründe vergessen zu haben, seinem Berufsethos als Journalist zu folgen. Die in seinem Artikel dargestellten und dem Leser als wahr verkauften Informationen über die angebliche „einseitige vegane Schiene“ und „zu teure Produkte“ sind weder inhaltlich korrekt recherchiert noch entsprechen sie der Wahrheit. Herr Jankowski wüsste das, wenn er denn selbst einmal im Wächterhaus gewesen wäre. Hier wurden lediglich gezielt zwei Kommentare abgedruckt, die Herrn Steffen Jankowski wohl sehr gut in seine selbst gebildete Meinung vom Wächterhaus gepasst haben, aber nichts mit der Realität oder den Schließgründen zu tun haben.   

 

Auch die Aussage der Stadt Freiberg, dass es ja einen freien Zugang zum Wächterhaus während der langen Baustellenzeit gegeben hat, ist etwas zu einseitig. Hier wird einfach nur klar, dass sich die Stadt nicht den Schuh anziehen möchte, an der Schließung des Wächterhauses mit beteiligt gewesen zu sein. Aber so ist es nun mal! Durch die Straßenbaumaßnahmen (die wichtig waren, was hier nicht zur Debatte steht) mit Vollsperrung der Silberhofstraße in dem Abschnitt, in dem sich das Wächterhaus befindet und der Sperrung der Seitenstraßen, den fehlenden Parkplätzen und der schweren Erreichbarkeit des Zugangs Bertholdsweg über längere Umwege und Einschränkungen ist es nur eine Frage der Zeit, bis die finanziellen Mittel die Auswirkungen einer langen Baustellenzeit für ein so kleines Unternehmen nicht mehr abpuffern können.

 

Hinzu kommt, dass alle Bemühungen, Unterstützung von der Stadt Freiberg während und nach der Baustellenphase in Form von Zusammenarbeit und Vernetzung zu erhalten, gescheitert sind. Es gab kein Interesse daran! Im Gegenteil, überall wurde das Baugesetzbuch zitiert, nachdem die Baustelle zu dulden ist, auch wenn es die Existenz bedroht. Sonst könnte ja nirgendwo gebaut werden. Entschädigungen gibt es nicht dafür.

Damit sind Schließungen von Geschäften und Unternehmen bereits im Voraus einkalkuliert. So geschehen auch beim Wächterhaus.

 

Ich möchte dies hier einfach mal ansprechen. Denn so, wie es in der Freien Presse durch Herrn Steffen Jankowski dargestellt wurde, ist es nicht korrekt.

 

Und noch etwas: Niemand, der nicht selbst Erfahrungen mit einer Schließung gemacht hat, kann sich vorstellen oder beurteilen, wie es ist, von heute auf morgen sein Lebenswerk zuschließen zu müssen. Ich bitte einfach mal, darüber nachzudenken, bevor Urteile gefällt werden.  

 

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Heute muss ich Ihnen und euch leider mitteilen, dass das Wächterhaus mit seinem Café im Grünen zum 29.März 2019 unerwartet schließen muss. Die lange Straßenbaustelle und der anschließende Winter haben jetzt doch ihren Tribut gefordert.
Ob es bald einen neuen Betreiber für dieses schöne und kulturhistorische Objekt geben wird, weiß ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.
Ich bedauere diesen Schritt machen zu müssen, sehr und möchte mich bei allen Gästen, Freunden, Geschäftspartnern und Kunden für ihre Treue bedanken und mich gleichzeitig für terminlich nicht mehr umsetzbare Feierlichkeiten, Brunch etc. entschuldigen.
Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchten ich ebenfalls Danke sagen für all ihr Engagement und ihre tolle Arbeit.
Die Website wird zum Ende des Monats gelöscht.
Es bleibt zu hoffen, dass das Wächterhaus bald wieder seine Türen öffnet.
In diesem Sinne
euer & Ihr  Fräulein Wächterhaus